Wie kann ich nachhaltig abnehmen?

Ob in Saft getränkte Wattebäuschchen zu essen, Tabak statt Süsses zu kauen, Bandwurmeier zu schlucken (natürlich nicht für Veganer geeignet 😉) oder auf den ersten Blick weniger skurrile Ernährungsformen wie ketogene Ernährung, intermittierendes Fasten etc. sowie striktes Kalorienzählen. Ich staune in meinem Beratungsalltag jeweils nicht schlecht, wenn mir meine Kunden und Kundinnen erzählen was Sie bereits alles unternommen haben, um Ihrer Figur etwas auf die Sprünge zu helfen.

Eins haben all diese Versuche gemeinsam, es wird mit einem grossen Kaloriendefizit gearbeitet oder ein bestimmter Nährstoff wird stark reduziert oder komplett weggelassen.

Voller Motivation wird so eine Diät dann umgesetzt und logischerweise lässt der Erfolg auf der Waage nicht lange auf sich warten. Das Problem, das Defizit ist in der Regel zu gross. Der Körper schaltet auf Sparflamme und regelt den Sauerstofftransport herunter oder es werden wichtige Eiweisse abgebaut. Die Folgen davon sind oftmals eine Verminderung des Energieumsatzes, Energielosigkeit, Schlafprobleme, Probleme im Magen-Darm-Bereich usw.

Zusammengefasst, das Wohlbefinden leidet früher oder später.

Hinzu kommt, dass solche Ernährungsformen für viele Menschen nicht alltagstauglich sind und mit viel Verzicht in Verbindung stehen. Somit ist es nur logisch das so ein Vorhaben wieder abgebrochen wird und der klassische Jo-Jo Effekt nicht lange auf sich warten lässt.

Doch wie geht man das Ziel Gewichts,- Körperfettreduktion richtig an?

Um dieses Ziel in Angriff zu nehmen, braucht es eine gewisse Fitness und einen funktionierenden Fettstoffwechsel. Ist dieser ungenügend muss zuerst in den Körper investiert werden. Heisst kein Defizit fahren, dem Körper die Energie geben, die er braucht und zeitgleich die richtigen Trainingsreize setzen.

Ist dies erreicht kann ein bewusstes Defizit von 200 bis maximal 500 Kalorien pro Tag erzeugt werden. Dabei gilt es vor allem die Kohlenhydrate und Fette etwas zu reduzieren. Damit die Muskulatur während eines Kaloriendefizits geschützt ist sollte der Proteinanteil in der Ernährung bei einer pflanzlichen Ernährung ungefähr 1.2gr Eiweiss pro Kilogramm Körpergewicht betragen.

Generell ist wichtig, dass der Alltag mitberücksichtigt wird, dass die Balance von Belastung und Erholung stimmt und dass man sich zwischendurch auch Ausnahmen erlaubt.

Durch diese Herangehensweise ist es realistisch, die Ernährung und Gewohnheiten längerfristig umzustellen und somit nachhaltig erfolgreich zu sein.

Autor: Benjamin Signer

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