Weniger Heisshunger, mehr Leistungsfähigkeit – Matthias Urwyler

«Früher hat mich der Heisshunger am Abend regelrecht überrollt – heute merke ich davon fast nichts mehr. Das zeigt sich nicht nur auf der Waage, sondern vor allem darin, wie ich mich im Alltag und beim Laufen fühle: ruhiger, energiegeladener und mit einer Erholung, auf die ich mich verlassen kann.«

Auf einen Blick

  • VO2max: 49 → 55 ml/kg/min
  • Aerobe Schwelle (VT1): +10 %
  • Körperfett (Fettmasse): −2,1 kg
  • Fettfreie Masse (Muskulatur): +1,8 kg
  • Körpergewicht: 74,1 → 73,3 kg – nahezu stabil (Körperrekomposition statt reinem Gewichtsverlust)

Zielsetzung

Als Ultra-Trail-Läufer ist Matthias Urwyler es gewohnt, seinen Körper über viele Stunden am Stück zu fordern. Sein Ziel bei betteryou: eine Ernährung, die zu diesem Anspruch passt – mehr Leistungsfähigkeit, bessere Regeneration und ein Alltag ohne die Heisshungerattacken, die ihn bis dahin immer wieder aus dem Konzept brachten.

Problematik

Matthias ass über den Tag verteilt zu wenig. Sein Körper geriet dadurch wiederholt in eine Unterversorgung, die er abends mit grösseren Portionen auszugleichen versuchte. Das Ergebnis war ein Muster, das viele Ausdauersportler kennen: Heisshunger auf Süsses, unregelmässige Energie über den Tag und eine Gewichtszunahme im Bauchbereich – trotz hohen Trainingsumfängen. Auch im Sport lief nicht alles rund: Die Grundlagenausdauer wurde mit zu hoher Herzfrequenz trainiert, was den Körper zusätzlich in einen Stresszustand versetzte.

Ursachen

Die Messungen zeigten den Zusammenhang: Weil die Energiezufuhr über den Tag nicht ausreichte, musste der Körper wiederholt auf wertvolle Proteinstrukturen als Energiequelle zurückgreifen. Das verursachte physiologischen Stress und verschlechterte die Regeneration nach dem Training. Messbar an einer deutlich verlängerten Aktivierungszeit.

Lösungsansatz

Ernährung:
Eine klare Tagesstruktur mit vorbereiteten Mahlzeiten (Meal Prep) sorgte dafür, dass sein Körper durchgehend ausreichend Energie erhielt. Süsse Snacks wichen bewussteren Alternativen, im Training und Wettkampf kam eine konsequente Sporternährung mit definierten Kohlenhydratmengen dazu. Später ergänzt um eine gezielte Supplement- und Hydrationsstrategie.

Training:
Die Grundlagenausdauer wurde konsequent in den individuell ermittelten Herzfrequenzzonen trainiert – statt wie zuvor mit zu hoher Intensität.

Regeneration:
Aktive Regeneration und gezielte Atemübungen halfen, den physiologischen Stress zu senken und die Erholung zwischen den Trainingseinheiten zu verbessern.

Resultate

Schon in den ersten Monaten meldete Matthias mehr Energie und deutlich weniger Heisshunger. Ab Ende 2025 verschwanden die Attacken im Alltag praktisch vollständig. Ein Effekt, den er auch subjektiv klar spürte: kein ständiges Kreisen um Essen mehr, sondern ein ruhigerer, planbarer Alltag.

Diese Entwicklung liess sich auch in den Messwerten nachvollziehen. Zwischen Mai 2025 und August 2026 verbesserte sich die VO2max von 49 auf 55 ml/kg/min – Bewertung „exzellent“. Die aerobe Schwelle (VT1) stieg um 10 Prozent. Gleichzeitig veränderte sich die Körperzusammensetzung: Die Fettmasse reduzierte sich um 2,1 kg, während die fettfreie Masse um 1,8 kg zunahm – bei einem nahezu stabilen Körpergewicht. Für Matthias bedeutete das keinen reinen Gewichtsverlust, sondern eine echte Rekomposition: weniger Fett, mehr Substanz, mehr Leistung.

Fazit

Matthias zeigt, wie viel eine strukturierte, auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Ernährung für einen Ausdauersportler bewirken kann. Nicht als kurzfristige Diät, sondern als Grundlage, auf die er sich Tag für Tag verlassen kann. Wer selbst merkt, dass Heisshunger, Energieeinbrüche oder stagnierende Leistung trotz konsequentem Training ein Thema sind, findet in einer wissenschaftlich fundierten Ernährungsanalyse oft den entscheidenden Ansatzpunkt.

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